Zu Gast beim #effzeh


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Ein Beitrag von @Bucksen

Moin!

Nanu? Einige werden sich bestimmt gerade fragen, wieso fängt ein Kölner mit „Moin“ an? Die Sache erklärt sich wie folgt. Mein Name ist Stefan, ich stehe kurz vor meinem 32. Geburtstag, bin gebürtig aus Schleswig Holstein (irgendwo zwischen Kiel und Lübeck), wohne in Köln und ich bin #effzeh Fan.

In erster Linie hört sich das an wie die Vorstellung bei einer Gruppentherapie, aber wenn man ehrlich ist, wäre diese in der Zeit von 1998 bis 2012 auch mehr als nur ein Mal nötig gewesen. Aber wie kommt man in Schleswig Holstein zum #effzeh? Hat denn niemand mit mir im Kindergarten gespielt? Im Alter von 6 Jahren (ja, 1989) habe ich damals erstmals bewusst mit meinem Vater die Sportschau im TV gesehen und wie jedes kleine Kind brauchte auch ich einen Lieblingsspieler. Keine Ahnung wie das dann kam, aber ich sah mein Idol in „Icke“ Häßler. Vielleicht lag es daran, dass Icke ungefähr genau so groß war wie ich zu der Zeit, weil von Taktik, Spielverständnis und all dem Kram hatte ich da noch keine Ahnung. So war es also um mich geschehen und ich sah nun fortan mit Begeisterung seine Spiele und somit auch die des 1. Fußball Club Köln.

26 Jahre, ein paar Hallenpokale, dem Uhren-, Kaiserstuhl-, Colonia- und Florida Cup später, ist die Liebe noch immer da. Wie an unserem ersten Tag lächelt Sie mir jeden Morgen ins Gesicht. Auch wenn wir schwere Jahre zusammen hatten, haben wir nie über Trennung nachgedacht, wie haben unsere Krisen gemeinsam gemeistert.

Aber lassen wir die Vergangenheit ruhen und widmen wir uns der Neuzeit. Ich wurde gebeten ein paar Worte darüber zu lassen, wie sich der #effzeh unter Jörg Schmadtke verändert hat. Ich versuche mich kurz zu halten, ich kann aber nicht versprechen, dass mir das gelingt.

Seit dem Abstieg 2012 und der fast Insolvenz des #effzeh, wurde der Verein einmal komplett auf links gedreht. Dies ist vor allem den Herren Spinner, Wehrle, Jakobs, Ritterbach und Schumacher zu verdanken. Jörg Schmadtke kam dann 2013 dazu und komplettierte diese Runde.

Was sich seitdem getan hat, spiegelt sich eigentlich gerade sehr gut an unserem Tabellenplatz wieder. Es ist ruhig um den #effzeh geworden. Die Zeiten des „Chaos Clubs“ scheinen vorbei. Keine Sufftouren mit dem Auto ins Gleisbett der KVB mehr. Keine Spieler, die im Taxi randalieren und in der Ausnüchterungszelle landen. Es ist mittlerweile so ruhig, der Kölner Boulevard muss darüber berichten, wie Spieler nach dem Training zum Auto laufen, weil dieses im Halteverbot steht.

Der Verein schreibt wieder schwarze Zahlen, das ist in Anbetracht der finanziellen Lage eigentlich das erfreulichste und wir schaffen es sogar wieder Transfererlöse zu erzielen. Wenn man bedenkt, wen wir im Sommer alles verpflichtet haben und fast mit +/- aus der Geschichte rausgegangen sind, ist das fast schon eine Meisterleistung der sportlichen Leitung.

Die Verantwortlichen haben dafür gesorgt, das der #effzeh wieder ein „feiner Verein“ zu werden scheint. Die Mannschaft wird punktuell verstärkt, hat dazu einen Trainer mit einer so ruhigen Ansprache, dass man denken muss er schläft gleich ein und geht Schritt für Schritt seinen Weg. Aber auch mit seiner trockenen, launigen Art passt er super in die Stadt. Nach 8 Spieltagen stehen wir nun mit 14 Punkten auf Platz 5 und für die gebeutelte Seele muss ich sagen (ja, ich weiß, es ist eine Momentaufnahme) es fühlt sich verdammt gut an.

Am Wochenende kommt also nun Hannover 96. Auch hier war es nun in der Vergangenheit nicht gerade immer ruhig. Aus Kölner Sicht muss ich allerdings gestehen, dass die Wahrnehmung von 96 an sich hier in der Stadt nicht nicht gerade groß ist. Unsere Augen richten sich da doch schon eher in Richtung Ostholland.

Sportlich lief es in den vergangenen Jahren nicht gerade gut, aber am Ende blieb man über dem Strich, was auf Grund der Konkurrenz, die sich in den letzten Jahren unten im Tabellenkeller tummelte, auf jeden Fall sehr wichtig war. Für mich ist Hannover immer noch irgendwie Jörg Schmadtke. Ich weiß nicht warum, aber ich verbinde diesen Namen einfach mit dem Verein. Ich erinnere mich an ein Euro League Spiel in Kopenhagen, bei dem Hannover mit 10000 Fans anreiste. 90 Minuten Party mit einem Torfestival, Pyro und alles was dazu gehörte. Ich war begeistert. Nein. Ich war so neidisch. An dem Tag habe ich mir gesagt, ich möchte in meinem Leben noch eins erleben: Einmal International Auswärts mit dem 1.FC Köln.

Für Sonntag bin ich tatsächlich mit einem Punkt zufrieden, wenn es 3 werden sollten, wäre es bombastisch, allerdings müsste man dann einige Leute hier wieder sehr schnell erden. Die ersten „Road to Madrid“ Shirts sind da dann sicher schon in Planung.

Das Spiel wird alles, aber sicher nicht schön anzuschauen. Der #effzeh soll das Spiel machen und 96 wird auf Konter setzen. Wahrscheinlich gibt es 90 Minuten lang Einwürfe. Wer also ein Spektakel erwartet, der sollte sich am Sonntag um 15:30 Uhr was anderes vornehmen.

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