Wie lange muss 96 auf Sane verzichten?


Hannover – Salif Sane und Hannover 96 warten auf die Entscheidung des DFB-Kontrollausschusses. Scheinbar möchte man den 96-Abwehrchef für längere Zeit aus dem Verkehr ziehen. Für die Regelhüter ist Sane in mehrerer Hinsicht zu bestrafen.

Abgang mit Folgen. Salif Sane wird für seine Tätlichkeit gesperrt werden. Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images

Abgang mit Folgen. Salif Sane soll für seine Tätlichkeit wohl längere Zeit  gesperrt werden. Foto: Lukas Schulze/Bongarts/Getty Images

Doppelte Tätlichkeit am Gegner

Es lief die 79. Minute im Spiel gegen Dynamo Dresden. Die Gäste führten mit 2:0. 96 verpasste es davor, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Da kam es am Boden zu einem Zweikampf zwischen dem 96-Spieler und Dresdens Stürmer Stefan Kutschke nahe der Mittellinie. Beim Aufstehen trat Sane seinem Gegenspieler auf den Oberschenkel. Klare Tätlichkeit. Doch damit nicht genug. Als beide wieder standen, fasste Sane seinem Kontrahenten zusätzlich ins Gesicht. Zweite Tätlichkeit.  „Es gab eine Provokation. Da kann man schon mal wütend werden“, versuchte Trainer Daniel Stendel seinen Spieler nach dem Spiel in Schutz zu nehmen, machte aber gleichzeitig klar, was er von solchen Aktionen hält, „Es geht nicht, dass wir uns selbst schwächen. Das werden wir intern klar kommunizieren.“ Laut Medienberichten wurde der Defensivspieler mit einer Geldstrafe belegt.

Härtefall für den DFB

Nach kurzer Beratung mit seinem Assistenten, schickte Schiedsrichter Sören Storks den 26-Jährigen zum Duschen. Das missfiel dem Senegalesen augenscheinlich. Zunächst fasste er den Schiedsrichter an den Arm und sagte ihm anschließend noch ein paar Worte zum Abschied. Besonders das Anfassen könnte ihm jetzt zum Verhängnis werden. Schiri Storks hat die Berührung in seinem Bericht erwähnt. Damit stieg die Anzahl der rotwürdigen Vergehen auf drei an. Der DFB scheint hart durchgreifen zu wollen. Bereits am Dienstag wurde eine drei Spiele Sperre gegen den Fürther Viertligaspieler, Muhammed Kayaroglu, wegen einer Tätlichkeit im leichteren Fall ausgesprochen.

96 kämpft für den Spieler

Bei Sane reicht dieses Strafmaß in den Augen des DFB-Kontrollausschusses nicht aus. Vorsorglich hat der Klub von Staranwalt Christoph Schickhardt eine Stellungnahme abgeben lassen. Sollte die Regelhüter ein Exempel statuieren wollen, ist mit einem Einspruch seitens Hannovers zu rechnen. Wann Sane wieder auf den Platz zurückkehren kann, ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu prognostizieren.

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