Wer wagt, gewinnt – Der schmale Grat zwischen Mut und Wahnsinn


Hannover – Daniel Stendel baut seine Mannschaft zum Auswärtsspiel in Bielefeld um. Sein Experiment mit Fossum als Rechtsverteidiger ist mutig. Der Mut wird nicht belohnt.

Ein Kommentar zum 3:3 bei Arminia Bielfeld

Foto: www.hannover96.de

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Sorg muss auf die Bank

Bereits in den letzten Spielen stand die 96-Defensive im Mittelpunkt. Zur offensiven Ausrichtung gehören gegnerische Chancen dazu. Man muss die Situationen nur gut lösen, hieß es regelmäßig nach den Spielen. Besonders Oliver Sorg hatte seine Mühe mit der neuen Taktik. Bis zum Spiel gegen Dresden. Dort hatte er seine Seite defensiv gut im Griff. Zum Dank musste er in Bielefeld auf die Bank.

Experiment gescheitert

Daniel Stendel wollte mit dem spielstärkeren Iver Fossum vor allem die Offensive stärken. Doch die Hausherren machten den Spielverderber und nutzten die Unerfahrenheit Fossums auf seiner neuen Position aus. In nur fünf Minuten unterliefen dem Norweger gleich drei Fehler.

Trainer wollte zu viel

Der 96-Trainer wollte noch mehr. Mit Marvin Bakalorz und Stefan Strandberg bildeten zwei Startelfdebütanten die Defensive Zentrale. Bakalorz bekam keinen Zugriff auf seine Gegenspieler und Strandberg verschuldete zwei Gegentore. In der Offensive musste Felix Klaus für Niclas Füllkrug auf die rechte Seite ausweichen und blieb zum ersten Mal in dieser Saison blass. Stendel wollte zu viel von seiner Mannschaft. Auf drei von sechs Positionen in der Defensive und drei von vier in der Offensive zu wechseln eignet sich nicht, um nach einer Niederlage Wiedergutmachung zu leisten.

Keine Panik

Bereits während des Spiels begann ein Abgesang auf den Trainer. Zu Unrecht! Mit „Das darf sich nicht wiederholen“, fand Offensivspieler Füllkrug deutliche Worte in Hinblick auf die ersten 45 Minuten. „Das war einfach schlecht“, pflichtete ihm Verteidiger Strandberg bei. Die Spieler reden nichts schön. Sie folgen dem Coach. Rückschläge gehören in einer langen Saison dazu – man frage mal in Freiburg und Leipzig nach. Stendel verdient das Vertrauen, diese kleine Krise meistern zu können. Es muss jetzt die richtigen Schlüsse ziehen. Und das wird er. Bereits am Mittwoch wird ein anderes 96 auf dem Platz stehen und das Heimspiel gegen Karlsruhe gewinnen.

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