Vier gewinnt… nicht – 96 unterliegt beim Club mit 0:2


Hannover – Vier Änderungen nimmt Trainer Daniel Stendel zum Auswärtsspiel beim Club vor. Leider durchkreuzt der Gastgeber die Pläne des Bundesliga-Absteigers schon früh und kann am Ende durch Tore von Tim Matavz (4.) und Guido Burgstaller (21.) die Punkte im Frankenland behalten. Die „Roten“ verlieren dadurch langsam den Anschluss zum Tabellenführer.

Es hat nicht gereicht. Felix Klaus und Waldemar Anton sind nach dem 0:2 enttäuscht. Foto: Marc Mueller/Bongarts/Getty Images.

Es hat nicht gereicht. Felix Klaus und Waldemar Anton sind nach dem 0:2 enttäuscht. Foto: Marc Mueller/Bongarts/Getty Images.


Schmiedebach fehlt kurzfristig

Und bereits vor dem Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft für den Bundesliga-Absteiger. Beim Warmmachen verletzte sich Kapitän Manuel Schmiedebach an den Adduktoren und stand somit nicht zur Verfügung. Der eigentlich für die Bank vorgesehene Salif Sane feierte somit doch noch sein Startelfcomeback. Insgesamt baute Stendel seine Elf im Vergleich zum 1:2 bei Union Berlin vor Wochenfrist auf vier Positionen um. Neben Sane rückten Edgar Prib (für Kenan Karaman) und Sebastian Maier (anstelle von Iver Fossum) in die Anfangsformation. Außerdem musste der verletzte Stammkeeper Philipp Tschauner passen. Sein Vertreter, Samuel Sahin-Radlinger, stand dann auch sofort im Mittelpunkt des Geschehens.

Matavz staubt ab

Denn es dauerte nur vier Zeigerumdrehungen, bis der Ball das erste Mal im Netz der Gäste zappelte. Tobias Kempe erreichte ein kluger Seitenwechsel vom Kevin Möhwald, er narrte Miiko Albornorz und konnte so das Spielgerät von rechts aus spitzem Winkel auf das lange Eck bringen. Sahin-Radlinger konnte den Versuch nur nach vorne abklatschen, wo Matavz am schnellsten schaltete und seine Farben früh in Front bringen konnte.

Burgstaller legt nach

So nahmen die Hausherren also den Schwung aus drei Siegen in Folge mit in die Partie gegen 96. In der Folgezeit zeigte sich die Stendel-Elf allerdings unbeeindruckt und bestimmte das Geschehen. Vor allem Sebastian Maier war in dieser Phase anzumerken, sich einiges für die Partie vorgenommen zu haben. Bis zur 21. Minute. Dort gab er das Spielgerät in der Vorwärtsbewegung  viel zu leicht an Ondrej Petrak ab, der erneut Möhwald auf rechts schickte. Dessen Flanke ins Zentrum erreichte punktgenau den Kopf des unbedrängten Torjägers Guido Burgstaller. Sein Abschluss aus kurzer Distanz ließ den 96-Kepper wieder etwas unglücklich wirken und schlug im kurzen Eck ein. Jetzt wirkte die Stendel-Elf deutlich angeschlagen, konnte sich aber mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine retten.

Albornoz scheitert vom Punkt

Dort reagierte das Trainerteam. Es kam zu einem Doppelwechsel: Martin Harnik ersetzte den blassen Artur Sobiech und für Oliver Sorg war das Spiel ebenfalls beendet. Für ihn durfte Felipe sein Pflichtspieldebüt nach elf Monaten feiern. Das 96-Spiel schien beflügelt. Kurz nach Wiederbeginn hatte der eingewechselte Harnik die große Chance zum Ausgleich (47.). Seinen Kopfball aus Nahdistanz konnte Club-Keeper Thorsten Kirschbaum allerdings entschärfen. In der Folgezeit erarbeiteten sich die Gäste ein optisches Übergewicht. Am Ende wiesen die Statistiken 63% Ballbesitz und 20 zu 6 Torschüsse für 96 aus. Richtig gefährlich wurde es aber nur ein einziges Mal. In der 73. Minute scheiterte Miiko Albornoz mit einem berechtigten Foulelfmeter (Miso Brecko brachte Felix Klaus zu Fall) an Kirschbaum. Das war der endgültige Genickbruch für die „Roten“.

Wochen der Wahrheit 

Durch die die zweite Pleite in Folge steht 96 vor entscheidenden 14 Tagen. Zunächst gilt es am Mittwoch in der zweiten Runde des DFB-Pokals die Fortuna aus Düsseldorf zu bezwingen. Am Sonntag warten dann die Würzburger Kickers im heimischen Stadion, ehe es am 06. November zum Derby gegen den Tabellenführer geht. In diesen Wochen der Wahrheit entscheidet sich viel für den restlichen Verlauf der Saison.

Zahlen – Daten – Fakten:

1. FC Nürnberg: Kirschbaum – Brecko, Hovland, Bulthuis (52. Mühl), Sepsi, Behrens, Petrak, Kempe (90.+2 Kammerbauer), Möhwald (68. Leibold), Burgstaller, Matavz

Hannover 96: Sahin-Radlinger – Sorg (46. Felipe), Anton, Strandberg, Albornoz – Schmiedebach, Bakalorz – Klaus, Maier(67. Karaman), Prib – Sobiech (46. Harnik)

Tore: 1:0 Matavz (4.), 2:0 Burgstaller (21.)

Gelbe Karten: Mühl, Brecko, Petrak, Behrens / Bakalorz, Anton, Klaus, Strandberg, Sane

Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg)

Zuschauer: 27.000

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