Stühlerücken im Aufsichtsrat der 96-Profigesellschaft


Hannover – Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist ab sofort neuer Aufsichtsrat der Hannover 96 GmbH & Co. KGaA. Das gab der Zweitligist am Dienstag bekannt. Die KGaA ist der 96-Lizenznehmer bei der Deutschen Fußball Liga (DFL). Eine weitere Neubesetzung sorgt ebenfalls für Aufsehen. Außerdem gibt es auch Abgänge zu verzeichnen.

Hat gut lachen: Neu-Aufsichtsrat Gerhard Schröder. Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)

Hat gut lachen: Neu-Aufsichtsrat Gerhard Schröder. Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)


Von der Tribüne in den Aufsichtsrat

Altkanzler Gerhard Schröder hat aus seiner Zuneigung für Hannover 96 nie in Geheimnis gemacht. Privat war er regelmäßig zu Gast bei den Heimspielen in der Fußball-Bundesliga. Und nicht nur das, auch nach dem Abstieg hielt er seinen „Roten“ die Treue. So besuchte der 72-Jährige das 3:1 über die Würzburger Kickers am vergangenen Sonntag. Außerdem warnte er vor einigen Wochen davor, den Wiederaufstieg auf die leichte Schulter zu nehmen. Ab sofort ist er aber nicht nur Anhänger, sondern drückt noch aus einem weiteren Grund die Daumen. Schröder wurde in den neuen Aufsichtsrat der Profiabteilung von Hannover 96 berufen.

Kompetenzerhöhung durch Expertenwissen

Ein zweiter Neuzugang des Gremiums dürfte für noch mehr Aufsehen sorgen. Martin Andermatt, früher Trainer beim SSV Ulm und Eintracht Frankfurt, ist zukünftig auch ein Mitglied des Aufsichtsrats. Damit ist auch das Geheimnis gelüftet, warum der Schweizer und Klubchef Kind des öfteren zusammen gesehen wurden. Er galt dadurch schon als ein Kandidat für den vakanten Sportdirektor-Posten der Niedersachsen. Der 54-Jährige steht damit für die sportliche Kompetenz in dem sechsköpfigen Kontrollgremium. Den Aufsichtsrat komplettieren Martin Biskowitz, Rainer Feuerhake, Thomas Fischer und Roland Formel. Außerdem entsendet der Hannoversche Sportverein von 1896 e.V. noch Michael Beck und Uwe Krause.

Abgänge sorgen für Gesprächsstoff

Interessant auch, wer dem Gremium künftig nicht mehr angehören wird. Mit Dirk Rossmann scheidet der engste Vertraute von Klubchef Kind aus. Er bleibt als Gesellschafter erhalten. Ebenso wie Unternehmer und Pferderennbahn-Chef Gregor Baum. Ihm wurden in den vergangenen Monaten Meinungsverschiedenheiten mit dem Mehrheitseigner Kind nachgesagt.

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