Strandberg sieht sich als 96-Abwehrchef


Hannover – Stefan Strandberg gibt in Bielefeld sein 96-Debüt. Sportlich läuft es nicht gut auf der Alm. Nach großen Tönen bei seiner Vorstellung, legt der Innenverteidiger aber verbal nach.

Stefan Strandberg ist an allen Gegentoren beteiligt. Sieht sich aber als Abwehrchef. Foto: www.hannover96.de

Stefan Strandberg ist an allen Gegentoren beteiligt. Sieht sich aber als Abwehrchef. Foto: www.hannover96.de

Elfmeter muss man nicht pfeifen

Nach einem Foulelfmeter ging Bielefeld mit 1:0 in Führung. Verursacher Strandberg beurteilte die Szene anders. „Ich wollte den Schuss blocken, habe meinen Fuß stehen lassen. Ich habe meinen Fuß gar nicht bewegt. In vielen ähnlichen Situationen des Spiels hat der Schiedsrichter das nicht gepfiffen“, erklärte der neue Verteidiger nach Schlusspfiff.

Gute Momente

Beim 2:0 ließ der Defensivspieler Fabian Klos unbedrängt köpfen. Der zweite entscheidende Fehler. Dennoch war der norwegische Nationalspieler mit seinem Debüt nicht unzufrieden: „Ich hatte einige gute Momente.“ An den Fußball in der 2. Bundesliga musste sich Strandberg erst gewöhnen: „Da ist so viel Kampf dabei. Es geht die ganze Zeit rauf und runter. Du hast den Ball für fünf Sekunden, und dann geht es wieder in die andere Richtung.“ In Zukunft darf bessere Leistung von ihm erwartet werden. „Ich weiß jetzt, wie man in der Liga spielt. Ich bin sicher, dass ich dem Team helfen kann“, gab sich der Neuzugang selbstbewusst.

Abwehrchef Strandberg?

Er selbst sieht sich auch schon als Abwehrchef, mit dem es defensiv keine Probleme mehr geben wird. „Ich habe genug Erfahrung“, so Strandberg, der dann auch seinen Nebenmann gönnerhaft lobte, „Waldemar (Anton, Anm. d. Red.) hat das neben mir gut gemacht. Er versteht meine Kommandos gut und ist ein großes Talent. Das wird funktionieren, wenn ein paar Spiele mehr gespielt sind. Da muss man sich keine Sorgen machen.“ Diese Aussagen sind zumindest verwunderlich. Denn: im Spiel am Sonntag war Anton der deutlich stabiler Innenverteidiger. Trainer Daniel Stendel zeigte sich keinesfalls zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Wir schauen nach vorne, müssen aber auch noch ein paar Wörter über die erste Halbzeit verlieren. Ich möchte auch von der Mannschaft wissen, wie so etwas zustande kommen kann“, sah der Coach deutlichen Gesprächsbedarf.

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