Stendel: „Hannover ist der Ort und der Verein, wo ich bleiben möchte“


Hannover – Daniel Stendel leitet seit April 2016 die sportlichen Geschicke von Hannover 96. Seither entsteht trotz Abstieg eine große Euphorie. Der Trainer ist authentisch. Das kommt bei den Fans an. 

Daniel Stendel lässt sich noch nicht endgültig in die Karten schauen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images.

Was er anfasst wird derzeit zum Erfolg: Daniel Stendel. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images.

Großes Ziel ist der Aufstieg

Sportlichen Erfolg hat der 42-Jährige auch. 96 ist gut in die Saison gestartet. In den ersten drei Spielen holten die Niedersachsen sieben Punkte und stehen auf einem direkten Aufstiegsplatz. „Alles, was reichen würde, um nächstes Jahr wieder 1. Liga zu spielen, würden wir sofort annehmen“, zeigte sich der Coach im Gespräch mit dem kicker zufrieden mit dem bisherigen Abschneiden.

Spannende neue Liga

Und der Start hatte es in sich. Auf dem Betzenberg, gegen Fürth und in Bochum spielte man gegen Gegner, denen ebenfalls Ambitionen nachgesagt werden. „Es war spannend, in eine neue Liga zu kommen, die viele unserer Spieler nicht kannten. Bisher haben wir es gut gemacht.“ Ein Selbstläufer wird der Aufstieg indes nicht. „Alle Spiele waren eng und werden auf künftig meistens eng sein“, prognostizierte Stendel.

Favoritenrolle angenommen

In Hannover hat man kein Problem damit, sich dem Druck des Saisonziels stellen zu müssen. Der Aufstieg wurde unlängst von Klubchef Martin Kind als Muss bezeichnet. „Wir hätten ja auch sagen können: Wir gucken mal, wie die Saison so läuft. Das haben wir nicht getan. Wir haben die Favoritenrolle angenommen.“ stellte der 96-Trainer klar und schob einen kleinen Seitenhieb in Richtung Mitabsteiger hinterher: „Normalerweise ist der VfB Stuttgart von seiner Historie noch eine Nummer größer.“

Offensive Grundausrichtung

Die Abteilung Attacke wurde im Sommer deutlich verstärkt. Mit Spielern wie Martin Harnik und Niclas Füllkrug, setzte man am Maschsee ein deutliches Zeichen. „Wir wollen nach vorne spielen und einen hohen Druck auf den Gegner ausüben“, bestätigte auch Stendel die offensive Grundausrichtung. und ergänzte, „Ich gewinne lieber 4:3 als 1:0.“

Nach Niederlagen ungenießbar

Der 96-Trainer ist äußerst ehrgeizig und kann nur schlecht verlieren. Dieses Gen versucht er auch seiner Mannschaft einzuimpfen: „Man kann nicht alles gewinnen. Aber ich versuche schon, die Spieler dafür zu belohnen, dass sie aktiv sind, sich einbringen, nach vorne wollen. Dann spielen wir Fußball. Ansonsten gibt es eben im Training etwas anderes, was keiner so gerne mag.“ Nach Niederlagen ist Stendel also ungenießbar? „Ja, das trifft es ganz gut“, antwortete der 42-Jährige.

Hannover als neue Heimat

Hannover ist für Stendel mehr als nur einfach eine Stadt und 96 mehr als einfach nur eine Station in seiner Laufbahn. „In 2002 haben wir den Sprung in die Bundesliga geschafft. Es war der größte Erfolg für mich, das verbindet natürlich. Meine Frau hatte ich in Hamburg kennengelernt, wir zogen dann zusammen fest hierher.“ Ist Hannover so etwas wie Heimat geworden? „Die Entwicklung des Vereins mit dem Stadionumbau und später mein Posten im Nachwuchsbereich stärkten die Überzeugung, dass das der Ort und Verein ist, wo ich gerne bleiben möchte.“ Der Coach ist also fest verbunden mit der Stadt und Hannover 96.

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