Sahin-Radlinger: „Ich muss meine Chance nutzen“


Hannover – Samuel Sahin-Radlinger steht am Sonntag gegen seinen Exklub aus Nürnberg im Tor. In der Saison 2014/15 ist der Keeper für eine Saison von 96 nach Franken ausgeliehen. Jetzt freut er sich auf die Rückkehr, auch wenn die damalige Zeit nicht die beste in seiner Karriere war.

Will sich strecken für seine Chance aufs Tor: Samuel Sahin-Radlinger. Foto: www.hannover96.de

Will sich strecken für seine Chance aufs Tor: Samuel Sahin-Radlinger. Foto: www.hannover96.de

Keine guten Erinnerungen 

Es sollte dem jungen Keeper Spielpraxis für den Durchbruch bringen. Die Rede ist von der Leihe nach Nürnberg im Jahr 2014. Nach nur einer Saison kehrte Sahin-Radlinger ohne einen Einsatz für das Profiteam nach Hannover zurück. An die Zeit sind die Erinnerungen daher „nicht die besten“, wie er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung verrät. Alles schlecht also? Nein: „Ich freue mich darauf, ein paar ehemalige Mitspieler zu treffen. Und Nürnberg liegt ja sehr nah an meiner Heimat. Deshalb werden viele Freunde und die Familie im Stadion sein.“

Verlorener Kampf ums Tor

Seine Ligapremiere wollte der 23-Jährige eigentlich schon am ersten Spieltag feiern. Ron-Robert Zieler „Der hat ja durchgespielt und alle Rekorde geknackt“ verließ den Absteiger Hannover im Sommer Richtung England. Der Kampf ums Tor war eröffnet. Erst kurz vor dem Auftakt auf dem Betzenberg ernannte Trainer Daniel Stendel Philipp Tschauner zum neuen Stammkeeper. Ein Schlag für den Österreicher: „Da war ich natürlich schwer enttäuscht. Das muss auch so sein, denn wenn ich es einfach so hingenommen hätte, was will ich dann als Nummer 1? Ich habe ein paar Tage gebraucht, um es sacken zu lassen. Dann war das aber abgehakt, und ich habe wieder versucht, alles zu geben, um die Situation zu ändern.“

Verletzung Tschauners als Chance

Wie konnte er sich mit dem Platz auf der Bank motivieren? Sahin-Radlinger: „Das Entscheidende ist, nie aufzugeben, immer dranzubleiben und Gas zu geben. Irgendwann ist die Chance dann da – und dann muss man sie nutzen.“ Und die Chance ist jetzt da. Bei der 1:2 Niederlage an der Alten Försterei verletzte sich der Tschauner an der Leiste und kann in Nürnberg nicht auflaufen. Und Sammy, wie er in der Mannschaft genannt wird, will die Chance nutzen: „Ich werde mein Bestes geben und es dem Trainer so schwer wie möglich machen, mich wieder rauszunehmen.“

„Dreckiges 1:0“

Nach dem kleinen Rückschlag gegen Union gibt es für den Torwart nur eine Möglichkeit. Kein weiteres Stolpern. Denn: „Wir wollen natürlich in der Spitzengruppe bleiben und den Abstand nicht noch größer werden lassen.“ Um das zu erreichen gilt für den 23- Jährige das Motto „Hauptsache gewonnen“. „Ein dreckiges 1:0 wäre schön. Das würde mir absolut reichen“, erklärte der Keeper was ihn nach dem Spiel zum Lächeln bringen würde.

Für 96 gilt es im zweiten Auswärtsspiel in Folge nicht aus den ersten drei Rängen rauszurutschen. Eine Niederlage kommt also nicht in Frage.

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