Niclas Füllkrug – kommt nach Testspiel-Doppelpack jetzt die Leistungs-Explosion?


Hannover – Er war vor der Saison der wohl größte Hoffnungsträger bei Hannover 96. Doch Niclas Füllkrug kam erst nicht gut rein in die Saison, verletzte sich dann und saß zuletzt auf der Bank. Im Testspiel gegen Jena traf er nun endlich.

Niclas Füllkrug hat endlich einmal wieder getroffen. (Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images)

Niclas Füllkrug hat endlich einmal wieder getroffen. (Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images)


Große Last fällt ab

Es könnte sein, dass die 45. Minute des Testspiels zwischen Hannover 96 und dem FC Carl Zeiss Jena noch ein wichtiger Moment für die Saison der „Roten“ wird. Denn Neuzugang Niclas Füllkrug drang in den Strafraum der Thüringer ein und wurde gefoult. Es gab Elfmeter. Und Füllkrug, ganz im Stile eines echten Torjägers, ließ es sich nicht nehmen, den fälligen Strafstoß selbst zu treten. Er verwandelte zum 3:0-Halbzeitstand. So weit, so unwichtig, möchte man meinen.

Doch der Treffer könnte für das Selbstbewusstsein des 23-Jährigen Ricklingers noch eine ganz wichtige Rolle gespielt haben. Denn der Druck, der mit diesem Treffer von Niclas Füllkrug abfiel, war auch vom heimischen Youtube-Empfangsgerät aus zu spüren. Ein lauter Schrei, geballter Fäuste.  Hier schreit sich jemand den unglücklich gelaufenen Start bei seinem selbsternannten Herzensverein von der Seele. In der zweiten Halbzeit gelang Füllkrug dann sogar noch sein zweites Tor des Tages, ebenfalls ein Treffer purer Willenskraft. Denn auch hier hätte es Elfmeter geben können, Füllkrug entschied sich aber dafür, den Ball ins Tor zu kämpfen. Dass es am Ende 4:0 stand, weil auch Kenan Karaman (zum 1:0) und Noah Joel Sarenren Bazee (zum 2:0) getroffen hatten – nur Werte fürs Protokoll.

Füllkrug und Aue – da war doch was

Die Benefizpartie für die Robert-Enke-Stiftung könnte ein erster Fingerzeig an Trainer Daniel Stendel gewesen sein nach dem Motto „seht her, ich bin endlich hier“.

Dass man mit Füllkrug und auch Sarenren Bazee, der immer besser in Tritt kommt, zwei weitere Alternativen hat, um auch mal schwächelnde Spieler austauchen zu können, könnte im wichtigen Jahres-Schlussspurt das Ass im Ärmel sein. Denn Hannover 96, da sind sich alle einig, muss jetzt möglichst eine optimale Punkteausbeute generieren, um die Aufstiegshoffnungen weiter realistisch wachen zu lassen.

Vergangene Saison, das nur noch einmal zur Erinnerung, konnte Füllkrug 14 Tore erzielen und derer vier vorbereiten.

Zum kommenden Gegner aus Aue (Samstag, 13 Uhr) hat Füllkrug zudem eine ganz besondere Beziehung. Vor drei Jahren als junger Stürmer für Greuther Fürth gelang ihm ein Viererpack gegen die Erzgebirgler. Fürth gewann 6:2 in dieser Saison. Ein Ergebnis, das man aus hannöverscher Sicht wohl auch abnicken würde.

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