Marvin Bakalorz und der Fußballgott


Hannover – Damit einem der Fußballgott hilft muss an sich glauben und hart arbeiten. So lautet zumindest das Credo von Marvin Bakalorz. Dann kann man auch knappe Spiele für sich entscheiden. Selbst das Toreschießen kommt dann wie von allein.

Hauptsache drei Punkte. "Aue ist ein typischer Zweitligist sagt Marvin Bakalorz Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images.

Geht als Kämpfer voran: Abräumer Marvin Bakalorz Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images.


Eine Frage der Mentalität

96 machte es spannend gegen den 1. FC Heidenheim. Mitte der zweiten Halbzeit lag die Stendel-Elf im Heimspiel noch mit 1:2 zurück. „Die Mannschaft kommt wieder mal zurück. Sie glaubt an sich. Das ist ausschlaggebend“, machte Marvin Bakalorz nach dem Spiel als Schlüssel zum Sieg aus. Und das trotz zweier Nackenschläge. Denn Hannover machte das Spiel, aber die Gäste trafen. „Wir glauben immer daran, das Tor zu machen. Das war zum wiederholten Male eine Frage der Mentalität“, führte der Mittelfeldspieler weiter aus.

Mannschaft muss immer geweckt werden

Dabei machte es sich das Team unnötig schwer. Zu Beginn passte einfach alles. 96 trat dominant auf und beherrschte den Gegner. Einzig das Führungstor fehlte. Das machte dann Heidenheim. „Anscheinend brauchen wir das“, sagte Bakalorz scherzhaft. Aber warum macht es sich die Mannschaft schwer? Der Abräumer: „Im Ernst: Ich habe keine Ahnung, wenn wir es wüssten, würden wir es abstellen. Wir haben die erste Halbzeit dominiert und dann aus dem Nichts ein dummes Gegentor kassiert. Das darf uns nicht passieren, daran müssen wir weiter arbeiten.“

Fans unglaublich

Denn immer nur Zittern muss nicht sein. „So wie im Pokal gegen Düsseldorf, als wir zur Halbzeit schon hoch geführt haben, wünscht man sich natürlich.“ Der Gunst des Publikums können sich die „Roten“ sicher sein. Am Freitag präsentierte sich vor allem die Nordkurve in absoluter Bestform. Sah auch Bakalorz so: „Knappe Spiele, die wir noch drehen, sind auch schön. Auch für die Fans, die uns wieder einmal unglaublich unterstützt haben. Das war Gänsehaut pur.“

„Fußballgott sieht alles“

Nicht nur die Fans machten die Wende möglich. Zum wiederholten Male sorgte auch ein Einwechselspieler für entscheidende Impulse. Die Rede ist von Niclas Füllkrug. Ab der 65. Minute durfte der Stürmer mitwirken. Und nur drei Minuten später traf der gebürtige Hannoveraner zum 2:2-Ausgleich. Bakalorz gönnte den Treffer seinem Mitspieler von Herzen: „Es freut mich sehr für ihn, dass er wieder getroffen hat. Er hat eine schwierige Phase hinter sich und trotzdem immer hart gearbeitet. Der Fußballgott sieht halt alles – und hat ihn jetzt beschenkt.“

Mit Schub nach Stuttgart

Am kommenden Spieltag muss Hannover beim VfB Stuttgart antreten: Ein absolutes Spitzenspiel. Der hart erkämpfte Erfolg von Freitag soll neue Kräfte freisetzen: „Das bringt Schub. Heidenheim ist eine starke Mannschaft.“ Dem VfB auf den Fersen zu bleiben wäre sehr wichtig. „Der VfB hat sich gefangen und spielt richtig stark. Aber wir sind auch gut drauf. Wir freuen uns auf ein starkes Spitzenspiel“, erklärte Bakalorz in Hinblick auf den nächsten Gegner.

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