Martin Kind: „Es muss klar sein, wie man spielen will“


Hannover – Eine Länderspielpause ist für Fans nichts, was man sich im engeren Sinne wünscht. Für Hannover 96 und Trainer Daniel Stendel kann sie allerdings äußerst sinnvoll genutzt werden. Das muss sie auch, wie 96-Boss Martin Kind findet.

Martin Kind fordert einen klaren Plan i 96-Spiel. (Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Martin Kind fordert einen klaren Plan im 96-Spiel. (Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)


„Trainer braucht Unterstützung“

Es ist der Hauptkritikpunkt, den viele Fans immer wieder am Spiel der „Roten“ äußern. Auch, wenn die Bilanz noch definitiv Raum für Aufstiegsräume lässt – der Rückstand auf Rang 2 beträgt „nur“ vier Punkte“ – manche Versprechen wurden (noch) nicht gehalten. Hannover 96 wollte das Team sein, das für schnellen und attraktiven Angriffsfußball steht und wie ein heißes Messer durch Butter die Abwehrreihen der Gegner durchbricht. Das hat bisher nur in Ausnahmen geklappt. 96-Präsident Martin Kind fordert deshalb in der Neuen Presse: „Es muss nach zwölf Saisonspielen langsam klar sein, wie und was man spielen will.“

Eine Kritik am Trainer mitten in der Länderspielpause? Nicht ganz, denn die Forderung Kinds spiegelt wohl eher wieder, was auch Fans, Spieler und wohl auch der Trainer selbst denkt. „Daniel Stendel hat unser Vertrauen. Es ist sein erster Job als Cheftrainer, da braucht er Unterstützung“, so Kind weiter. Die Aussagen Kinds sollen also als Handlungsauftrag und Denkanstoß gleichermaßen gelten. Denn in den kommenden Spielen gegen Aue, Düsseldorf und Heidenheim sollten nach Möglichkeit drei Siege her, damit der Anschluss nach ganz oben wieder hergestellt ist.

Wohin mit Anton, Sané und Schmiedebach?

Vor allem drei Schlüsselspieler spielten zuletzt nicht dort, wo sie ihre eigentlichen Stärken am besten auf den Platz bringen können. Ganz „schuldlos“ ist Trainer Daniel Stendel daran nicht. Wenn 96-Kapitän Manuel Schmiedebach nach seiner Verletzung wiederkommt, wird er sich sicherlich nicht auf einem Platz auf der Bank zufrieden geben. Möglich ist, dass er entweder seinen Platz in der Mittelfeldzentrale wieder einnimmt. Er könnte allerdings auch, wie unter Michael Frontzeck teilweise bereits geschehen, auch auf der Rechtverteidiger-Position spielen.

Das würde dann gleich ein weiteres Problem lösen. Denn auf dieser Problemzone im Team der „Roten“ musste zuletzt Waldemar Anton aushelfen. Gegen Fortuna Düsseldorf im Pokal sah das ordentlich aus, die Spiele danach zeigten aber, dass Anton in der Zentrale besser aufgehoben ist. Im defensiven Mittelfeld spielen derzeit allerdings Marvin Bakalorz und Salif Sané. Erster dürfte dort erst einmal gesetzt sein, Sané könnte seinen Platz räumen und wieder in der Abwehrzentrale spielen. Dann wäre der Weg frei für Anton.

Dann allerdings müsste in der Innenverteidigung entweder Stefan Strandberg, der sich inzwischen allerdings festgespielt hat weichen – oder Felipe. Der Brasilianer ist im direkten Vergleich mit Sané mit Sicherheit eine Nummer schlechter einzuschätzen.

Viele Aufgaben also für Trainer Daniel Stendel – um Antworten wird gebeten.

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