„Das muss ein Warnschuss gewesen sein.“ Harnik kritisiert sich und die 96-Mannschaft


Hannover – Trainer Daniel Stendel findet nach dem Spiel keine Worte für die Darbietung seiner Mannschaft in der ersten Hälfte gegen die Würzburger Kickers. In der Pause wird er das erste Mal laut, wie er selbst sagt. Auch Doppeltorschütze Martin Harnik zeigt sich aufgrund der Leistung unzufrieden. 

Feiert sein erstes Tor für Hannover 96, findet aber gleichzeitig deutliche Worte: Martin Harnik. Foto: www.hannover96.de

Steuert zwei Tore zum 3:1 Sieg gegen Würzburg bei, findet aber gleichzeitig deutliche Worte: Martin Harnik. Foto: www.hannover96.de


Das Gespräch mit den Journalisten, darunter auch Tobias Krause, fasst TheWalkingRed zusammen.

Das war eine turbulente Schlussphase gegen Würzburg. Würden Sie da zustimmen?

Ja, wir waren sehr fahrlässig.  Wir hatten uns in dieses Spiel zurückgekämpft und waren dann noch drauf und dran diese drei Punkte herzuschenken. Weil wir Würzburg wieder stark gemacht haben. Höhepunkt war sicherlich der Elfmeter. Gott sei Dank hat Sami (Samuel Sahin-Radlinger, Anm. d. Red.) den gehalten. Doch selbst danach hat Würzburg noch eine Chance. Heute war das Glück auf unserer Seite. Das muss ein Warnschuss gewesen sein. 

Können Sie das erklären? Warum fehlt die Konstanz?

Man darf sich nicht an diesem Highlight gegen Düsseldorf orientieren. Das war definitiv eine Ausnahme. Die erste Halbzeit war glaube ich, das Schlechteste was wir in dieser Saison gezeigt haben. Wir haben uns von den Würzburgern komplett den Schneid abkaufen lassen. Sie waren sehr aggressiv und haben das auch super gemacht. Das muss man anerkennen. Aber gerade nach so einem Spiel wie gegen Düsseldorf, müssen wir mit einer breiteren Brust auftreten, Bälle fordern und das Spiel in die eigene Hand nehmen. Aber das haben wir nicht geschafft. Wir haben auch in der ersten Halbzeit keine Lösung gefunden. Wir haben gefühlt jeden Zweikampf verloren und sind zurecht in Rückstand geraten. In der Halbzeit gab es natürlich auch eine Reaktion vom Trainer, der ein bisschen lauter wurde. Dann gab es aber auch eine Reaktion von uns als Mannschaft. Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit sind wir aggressiv draufgegangen und haben das Glück erzwingen wollen, was uns dann auch gelungen ist. In den letzten zehn Minuten haben wir dann aber den Faden verloren. Das darf uns zu Hause einfach nicht passieren.

Beim Elfmeter gab es überhaupt keine Diskussion wer schießt. Wie kam das?

Heute war ich eingetragen als Elfmeterschütze. Aber es entscheidet natürlich auch der Spieler selber. Wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, dass ich ihn reinmache, dann  hätte ich den Ball Salif (Sane, Anm. d. Red.) oder sonst einem gegeben, der sich sicher gefühlt hätte. Es hat nichts mit Verantwortung übernehmen zu tun. Wichtig ist nur das Tor. 

Nächste Woche jetzt das Derby. Die Fans wollen den Derbysieg Das kennen Sie noch nicht. Wie gehen Sie es an?

Ich habe eine riesen Vorfreude auf dieses Spiel. Ich hoffe, dass es ein sportliches Derby bleibt und, dass wir diese Euphorie und die Stimmung der Fans für uns nutzen. Wir wollen auch diesen Derbysieg! Und wir wissen auch, wie wichtig das allen ist.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für nächsten Sonntag.

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