Martin Harnik: „Haben zu wenig abgeliefert!“


Hannover – Hannover 96 geht mit 1:4 in Fürth unter. Nach dem Spiel stellt sich Martin Harnik den Fragen der Journalisten. Dabei nimmt der Stürmer kein Blatt vor den Mund. Er ist mit der Leistung unzufrieden und sagt das deswegen auch deutlich.

Martin Harnik redet das Debakel von Fürth nicht schön. Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images



Schwarzer Tag der Unparteiischen

Das Schiedsrichtergespann rund um Robert Kemptner hatte am Freitag sicher nicht seinen besten Tag. Drei Fehlentscheidungen haben mit dazu beigetragen, 96 auf die Verliererstraße zu bringen. Schiedsrichterassistent Marcel Schütz agierte dabei besonders unglücklich. Vor dem 2:0 der Hausherren, übersah er die (knappe) Abseitsstellung des Torschützen Marcel Franke. Und kurz nach Wiederanpfiff (47.) hob er bei dem abgepfiffen Anschlusstreffer von Artur Sobiech die Fahne. Dabei war der Angreifer nicht im Abseits. Womöglich hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf genommen, wenn Kempter nur sechs Minuten später auf Elfmeter für die Gäste entschieden hätte. Sobiech wurde im Strafrauf vom Fürther Kapitän, Marco Caligiuri, überdeutlich am Fuß getroffen und so zu Fall gebracht. Da hätte der Schiedsrichter auf Strafstoß entscheiden müssen. Doch er ließ weiterspielen.

An die eigene Nase fassen

All das wollte Martin Harnik nach dem Spiel aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. Deswegen suchte er die Schuld lieber in den eigenen Reihen. „Wir haben gar nicht so schlecht ins Spiel gefunden,“ befand der Stürmer direkt nach dem Schlusspfiff, „sind aber mit der ersten Halbchance in Rückstand geraten. Gefühlt bekommen wir mit dem ersten Angriff der Fürther in der zweiten Halbzeit das 0:3, das war natürlich der Genickbruch.“ Die eingeforderte Steigerung in der Offensive gegenüber dem Heimspiel gegen Kaiserslautern am Montag, sah der 29-Jährige nicht: „Wie schon gegen Kaiserslautern haben wir zu wenig Torchancen herausgespielt, zu wenig abgeliefert. Und den Gegner zu wenig in Bedrängnis gebracht.“

Defensiv nicht sattelfest

Und in der Rückwärtsbewegung zeigten sich die Gäste ebenfalls nicht verbessert. Sah auch Hanik so: „Das 0:2 fällt definitiv zu leicht, das müssen wir wirklich besser verteidigen. Beim 0:3 verlieren wir einen entscheidenden Zweikampf an der linken Seite. Man muss schon sagen, dass wir hier aus wenigen Chancen sehr viele Gegentore von den Fürthern bekommen haben.“ Dabei hatte man sich für das Spiel so viel vorgenommen. „Hinsichtlich der nächsten Spiele gilt es, defensiv wie offensiv wieder kompakter aufzutreten und die Räume enger zu machen“, erklärte so Trainer Daniel Stendel vor der Partie.

Schalter umlegen

Insgesamt sind die Niedersachsen schwach aus der Winterpause gekommen. Da gilt es entschieden gegenzusteuern. Harnik: „Wir müssen schnellstmöglich regenerieren und vor allem wieder zu unserem Spiel finden. Es war ja auch gegen Kaiserslautern nicht alles so gut. Wir sind noch nicht gut herausgekommen aus der Winterpause.“ Viel Zeit bleibt den „Roten“ dabei nicht. Das weiß auch das Team.

Pokal gegen Frankfurt am Mittwoch

Denn bereits am Mittwoch steht das nächste Pflichtspiel an. Im Achtelfinale des DFB-Pokals empfängt Hannover mit der Frankfurter Eintracht eine Mannschaft aus der oberen Hälfte der Bundesligatabelle. „Wir haben nicht viel Zeit, Mittwoch steht das Pokalspiel gegen Frankfurt an“, stimmte der österreichische  Nationalspieler zu. In verfiel er dabei aber nicht: „Ich will nichts schönreden, aber auch nichts unnötig dramatisieren.“ Gegen Frankfurt wird es anderes Spiel. Coach Stendel muss jetzt aber schnell in die Köpfe der Spieler, um sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Viel wird davon abhängen, wie gut seine Mannschaft und er diese Situation meistern werden.

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