Hauptsache lustig?


Für Hannover 96 läuft die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga sportlich verheerend. Vier Niederlagen in vier Spielen und Absturz auf Platz 18 lautet bisher die Bilanz der Niedersachsen. Mit sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer ist die „Mission Klassenerhalt“ schwieriger, als den Vermutlichen lieb sein kann. Die Laune lassen sie sich an der Leine davon nicht vermiesen. In den Sozialen Netzwerken besticht Hannover mit Selbstironie und Humor.

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Dieser Tweet ging um die Welt. Quelle Hannover 96 Twitter

„Da steckt keine klassische Strategie dahinter. Wir haben angefangen, uns selbst nicht ganz so ernst zu nehmen“, erklärt Pressesprecher Christian Bönig im Gespräch mit NDR 2. „Den Ernst der Lage verkennen wir dabei nicht. Trotzdem ist es verdammt wichtig, auch mal zu Lachen und ein wenig Ironie an den Tag zu legen“, führt Bönig weiter aus. Nach der Niederlage gegen Darmstadt 98 zu Beginn der Rückrunde (1:2) drehte Hannover 96 kurzerhand die Tabelle der Bundesliga. Dadurch konnte man sein eigenes Team oben sehen. Diese Nachricht wurde in den sozialen Netzwerken tausendfach geteilt und ging somit um die Welt.

Licht aus

Auch nach dem 0:1 im Heimspiel gegen Mainz nahm sich Hannover 96 selbst aufs Korn. Quelle: Hannover 96 Twitter

Nach der 0:1 Niederlage im Heimspiel gegen Mainz, reagierte das 96 Twitter-Team auf einen Beitrag der Kollegen des FC Schalke 04. „Ab und zu reagieren wir. Ab und zu haben wir eigene Ideen hier in der Abteilung. Das ist ganz unterschiedlich“, beschreibt Christian Bönig die Entstehung der lustigen Beiträge. Der 38 Jahre alte ehemalige Journalist ist seit 01. Januar 2016 als „Leiter Medien und Kommunikation“ bei Hannover 96 tätig. Zuvor war er unter anderem zehn Jahre Medienchef beim FC St. Pauli. „Das Entscheide ist, das Ganze wieder etwas menschlicher zu gestalten. Ich glaube es ist ganz wichtig, dass Hannover 96 wieder zum Anfassen ist, zum Greifen und zum Diskutieren“, sagt Bönig über die neue Ausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit bei den Niedersachsen.

Gehaltserhöhung

90Min.com über die Twitter Beiträge von Hannover 96. Quelle: 90Min.com

Hannover 96 konnte mit der Selbstironie in der öffentlichen Wahrnehmung Punkten. Medien und Fans anderer Vereine sind voll des Lobes. Doch wie sehen das die eigenen Fans? „Das ist unterschiedlich. Es kommt bei Einigen richtig gut an. Andere sagen: „Seht ihr das nicht? Wir steigen hier vielleicht ab. Da könnt ihr nicht mit Ironie kommen!“ Mit genau diesen Fans gehen wir in die direkte Kommunikation. Das sind sie nicht gewohnt. Dann verstehen sie unsere Hintergründe“, beschreibt Bönig eine neue Art des Umgangs mit den eigenen Fans.

Hannover 96 ist in den sozialen Netzwerken deutlich erstklassig. Sportlich muss im Heimspiel gegen Augsburg am heutigen Sonntag dreifach gepunktet werden. Sonst droht sportlich der Abstieg in die Zweitklassigkeit.

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