Hannover 96 entschuldigt sich bei Ex-Kapitän Schulz


Hannover – Christian Schulz hält neun Jahre die Knochen für Hannover 96 hin. Nach dem Bundesliga-Abstieg möchte man am Maschsee nicht mehr mit dem Kapitän weitermachen. Die Trennung verläuft nicht ganz geräuschlos. Jetzt entschuldigt sich der Klub bei seinem Ex-Spieler.

HANOVER, GERMANY - MARCH 12: Christian Schulz of Hannover looks dejected during the Bundesliga match between Hannover 96 and 1. FC Koeln at HDI-Arena on March 12, 2016 in Hanover, Germany. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Wurde im Sommer abserviert: Eikapitän Christian Schulz. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images.

Abschied nach 255 Bundesligaspielen

Vor dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden, am 11. September, wurde Christian Schulz offiziell im Stadion verabschiedet. Über die Art und Weise der Trennung im Sommer war der 33-Jährige seinerzeit allerdings keinesfalls erfreut. Gegenüber Bild äußerte er sich kurz nach der Saison: „Es war schon sehr enttäuschend. Nach neun Jahren und all den Vorgesprächen in den letzten Wochen davor kam die Entscheidung nicht nur völlig überraschend, sondern auch unter merkwürdigen Umständen.“

Klub entschuldigt sich

Sieht man in Hannover wohl inzwischen ebenso. „Ich war im Nachgang aber mit Herrn Bader und Herrn Kind in Kontakt. Beide sagten mir, dass der Ablauf der Gespräche von Vereinsseite nicht glücklich war und sie Verständnis für meine Reaktion hatten“, berichtete der Ex-Kapitän gegenüber liga-zwei.de von einer Entschuldigung der 96-Führung.

Zukünftige Zusammenarbeit denkbar

Nicht nur das. Sogar über eine Zusammenarbeit nach Ende seiner aktiven Laufbahn wurde gesprochen. Schulz dazu: „Die Gespräche gingen so in die Richtung, aber wir haben sie noch nicht konkretisiert.“ Das wird die Fans freuen: Eine Rückkehr nach Hannover liegt also durchaus im Bereich des Möglichen: „Ich muss mir natürlich auch Gedanken machen, was nach der aktiven Karriere passiert und kann mir das durch die lange Zeit in Hannover durchaus vorstellen. Wenn ich in eineinhalb Jahren zurück kommen möchte, gibt es laut ihnen (Martin Kind und Martin Bader, Anm. d. Red.) eine Möglichkeiten, eine Aufgabe im Verein zu übernehmen.“

Daumen drücken für den Aufstieg

Auch aktuell hat „Schulle“ 96 nicht aus den Augen verloren und verfolgt das Abschneiden seiner ehemaligen Mannschaft: „Durch die lange Zeit bei 96 schaue ich natürlich täglich auf das Geschehen in Hannover. Ich freue mich, dass sie gut in die Saison gestartet sind und ihre kleine Durststrecke durch die Siege zuletzt ad acta gelegt haben“, zeigte sich Schulz gut informiert. Außerdem drückt er fleißig die Dauen für den Wiederaufstieg: „Ich hoffe, dass sie so schnell wie möglich die Rückkehr in die Bundesliga schaffen.“

In Graz gleich Kapitän 

Bei 96 trug er in der letzten Saison die Binde. Auch in Ganz wurde der ehemalige Nationalspieler gleich ins kalte Wasser geschmissen: „Der Trainer hat mir bereits nach einer Woche gesagt, dass er mit mir als Kapitän plant. Das kam für mich schon etwas überraschend, da ich die Strukturen vom Verein sowie Mitarbeiter vom Verein noch nicht kannte und auch die Mannschaft erst noch richtig kennenlernen musste. Eine Woche später hat der Trainer dann seine Entscheidung bekräftigt und dann sage ich natürlich nicht nein.“

Meister in Österreich?

Wird es Schulz etwa gleich in seiner ersten Saison gelingen, einen Titelgewinn feiern zu können? Zumindest sieht es momentan gut aus. Nach zehn Spielen führt Sturm mit sechs Punkten Vorsprung die Tabelle an. Dennoch tritt der 33-Jährige auf die Euphoriebremse: „In der Stadt ist die Euphorie schon groß und Wörter wie Meisterschaft fallen auch, aber wir in der Mannschaft sollten nach einer Viertel-Saison nicht zu euphorisch werden und wissen, dass es extrem schwer ist, den 1. Platz zu halten.“ Steigt 96 also eher auf, als das Graz in einen europäischen Wettbewerb einzieht? „Ich denke, dass beides im Bereich des Möglichen liegt, wenn beide Mannschaften ihr Potential abrufen“, prognostizierte der Defensivspieler beiden Vereinen mit einem Augenzwinkern einen guten Saisonverlauf.

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