Hannover 96 feiert gelungene Heimpremiere: Ein Fazit


Hannover – Hannover 96 ist mit einem deutlichen 3:1-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth in die Heimsaison gestartet und hat damit das 4:0 der Woche zuvor gegen den 1. FC Kaiserslautern vergoldet. Alles im Lot auf dem roten Fußballboot? Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse des ersten Heimspiels zusammengetragen.

Die 96-Spieler jubeln nach dem 3:1 Sieg über Fürth mit ihren Fans. Foto: www.hannover96.de

Die 96-Spieler jubeln nach dem 3:1 Sieg über Fürth mit ihren Fans. Foto: www.hannover96.de

Was war gut?

Eines vorweg: Trainer Daniel Stendel hat mit seiner Entscheidung, die gleiche Startelf wie beim Auftaktsieg gegen Kaiserslautern zu bringen, alles richtiggemacht. Die Mannschaft zahlte ihm das erneute Vertrauen direkt aus, nahm das Spiel – anders als noch in Kaiserslautern – direkt zu Beginn in die Hand und stellte eine eigentlich gut eingespielte Mannschaft aus Franken vor einige Schwierigkeiten. Vor allem der agile Felix Klaus überzeugte über die gesamten 90 Minuten und machte sein bis dato wohl bestes Spiel im Trikot von Hannover 96 – natürlich „ausgerechnet“ gegen seinen Ex-Verein. Das 1:0 zur Pause durch den Premieren-Torschützen Iver Fossum war dann folgerichtig. Die Führung hatte durchaus näher ausfallen können. Um die Offensive muss man sich keine Sorgen machen. Das haben „Die Roten“ auch als es später in der Partie enger wurde gezeigt. Die Neuzugänge Martin Harnik und Niclas Füllkrug fügten sich nach ihren Einwechslungen sehr gut ins offensiv variable und stets gefährliche Mannschaftsgefüge ein.

Was ist noch ausbaufähig?

Eitel Sonnenschein also – und der erwartete Durchmarsch der Roten? Vom Ergebnis her ja – aber die Defensive machte auch gegen die Franken einige Sorgen. Gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ sich Hannover 96 von zusehends mutiger werdenden Gästen häufig unter Druck setzen. Der Fußball, den Daniel Stendel spielen lässt, ist klar auf die Offensive ausgerichtet. Wenn ein eingespielter Gegner wie Fürth es aber schafft, selbst die Spielgestaltung an sich zu reißen, dann sind sowohl die Außenverteidiger Oliver Sorg und Miiko Albornoz, als auch der gegen Fürth abermals teilweise unkonzentrierte Salif Sane nicht gedankenschnell genug. Waldemar Anton, ansonsten sicher, zahlt in solchen Phasen noch Lehrgeld. 96 hatte Glück (Pfostenschuss in der 50., mehrfach schlechte Abschlüsse der Franken) und einen an diesem Nachmittag überragenden Schlussmann, Philipp Tschauner. Er hielt sein Team gleich mehrfach mit starken Paraden im Spiel. Die Gäste hatten fünf Großchancen innerhalb 18 Minuten. Ein Gegner von höherer Qualität im Abschluss, hätte das Spiel in dieser Phase locker drehen können.

Was war die Szene des Spiels?

Man könnte hier das erste Tor von Joker Martin Harnik auswählen. Der „verzettelte“ sich allerdings ein wenig beim Jubeln und rannte in die Ecke Nord-West, anstatt wie üblich in die Ecke „Nord-Ost“ zu sprinten. Auch der überragende „Packing“-Pass von Sebastian Maier zu ebendiesem Treffer zum 3:0 hätte diese Auszeichnung verdient gehabt. Wir haben uns aber für den Blitzreflex von Philipp Tschauer in der 70. Minute gegen Fürths stark spielenden Robert Zulj entschieden. Im Eins gegen Eins hielt Tschauer mit einem Blitzreflex die Null und ermöglichte hiermit erst den letztlich deutlichen Sieg der Roten – und damit den perfekten Saisonstart.

Wer war der Mann des Tages?

Ganz klar: Sebastian Maier. Der Neuzugang vom FC St. Pauli soll in die großen Fußstapfen von Hiroshi Kiyotake treten. Dies tat der Spielmacher gegen Fürth, als ob er nie etwas Anderes getan hätte. Spielfreudig, wendig, kreativ und mit einem unfassbar feinen Fuß war er  Dreh- und Angelpunkt in einer ohnehin schon starken Offensive. Zudem erzielte der Mann, dem eigentlich der Makel anhing, nicht torgefährlich zu sein, sein zweites Tor im zweiten Spiel.

Und sonst so?

Daniel Stendel hat nach dem Spiel die Leistung sinnvoll, ehrlich und realistisch eingeordnet und gesagt, dass noch deutlich Luft nach oben ist. Das ist wichtig und richtig und wird auch innerhalb der Mannschaft so gesehen – Martin Harnik stimmte seinem Trainer zu. Dass die erst schlimm aussehende Verletzung von Arthur Sobiech nun doch „nur“ einige Wochen Ausfall mit sich bringen wird, ist eine weitere gute Nachricht. Dass Martin Harnik ihn zumindest in Sachen Toren direkt ersetzen konnte, eine noch bessere.

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