Füllkrug: „Es gibt für mich wenig Geileres, als für 96 zu spielen“


Hannover  – Niclas Füllkrug ist, gemessen an der Ablöse, der Top-Transfer von Hannover 96 in diesem Sommer. Den Wechsel in seine Heimatstadt wollte der Stürmer unbedingt. Seine bisher gezeigte Leistung beurteilt er differenziert.

Noch stottert die Maschine. Niclas Füllkrug sieht bei sich Steigerungspotential. Foto: imago/Rust

Noch stottert die Maschine. Niclas Füllkrug sieht bei sich Steigerungspotential. Foto: imago/Rust

Arbeiter für das Team

Der 23-Jährige agierte bisher glücklos, reist allerdings Lücken für seine Mitspieler und sorgt ständig für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse. „Nach dem Spiel in Gladbach kam Colt (Spitzname von Jörg Sievers, Anm. d. Red.)  zu mir und sagte, dass ich mir fünf gute Chancen selbst herausgearbeitet hätte und immer gut in Bewegung gewesen sei. Er sagte, ich solle mir erst dann Gedanken machen, wenn ich solche Chancen nicht mehr haben würde“, verriet der Stürmer der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Kommt Zeit, kommt Tor

Ein eigener Treffer wollte ihm bisher nicht gelingen. Noch ist Füllkrug völlig entspannt: „Ich bin da wirklich locker. Früher oder später wird schon einer reinfallen. Dass ich Tore schießen kann, weiß ich ja.“ Trainer Daniel Stendel schaut auch auf mehr, als nur auf Tore, um die Leistung seiner Stürmer zu beurteilen. „Von der Öffentlichkeit wird nur bewertet, ob ein Stürmer getroffen hat. Wie viel er für die Mannschaft gearbeitet hat und ob er das, was ich von ihm verlangt habe, umgesetzt hat, bleibt dabei außen vor. Ich setze an die Offensive andere Bewertungsmaßstäbe an. Diese beinhalten ebenso die Defensivleistung“, erklärte der 96-Coach im Exklusivinterview mit TheWalkingRed.

„Wenig Geileres, als für 96 zu spielen“

„Ich stehe für Hannover 96. Ich will, dass die Mannschaft auch für Hannover 96 steht“, forderte der 96-Coach weiter. Bei Füllkrug braucht sich sein Trainer diesbezüglich keine Sorgen machen. Aus seiner Zuneigung für seinen jetzigen Verein macht der 23-Jährige kein Geheimnis: „Es gibt für mich wenig Geileres, als für 96 zu spielen. Eine lange Zeit war es so, dass es mit mir und 96 nicht geklappt hat, weil immer etwas dazwischengekommen ist. In diesem Jahr hatte ich doch die Eingebung, dass ich den Wechsel unbedingt will, weil es auch so gepasst, dass ich gesagt habe: „Okay, das ist eine runde Sache, ich vertraue dem Weg, den 96 gehen will und bleibe noch einmal in der zweiten Liga.“

Dresden vor der Brust auf dem Weg nach „Oben“

Am Sonntag kommt Aufsteiger Dynamo Dresden zu Gast nach Hannover. Mit einem Sieg würde 96 weiterhin auf einem direkten Aufstiegsplatz stehen. Damit wären die „Roten“ auch für Füllkrug voll auf Kurs. „Ich bin zweimal am Aufstieg in die Bundesliga vorbeigeschrammt. Das dritte Mal soll es klappen.“ Knapp 40.000 Zuschauer werden erhofft. Ihr Kommen sollen sie nicht bereuen.

 

 

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