Der Gegner-Check! Das muss man über DFB-Pokalgegner Fortuna Düsseldorf wissen


Düsseldorf – Hannover 96 hat am Mittwoch die dankbare Aufgabe, gegen Fortuna Düsseldorf mal wieder ein Pokal-Heimspiel unter Flutlicht im heimischen Stadion austragen zu dürfen. Damit der Abend aber nicht zum Fiasko wird, sollte man sich den Gegner aus Düsseldorf genau anschauen. Im Gegner-Check verraten wir, was man über die Fortuna wissen muss.

Beim letzten Aufeinandertreffen siegten die "Roten" in Gründ mit 3:0. (Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images)

Beim letzten Aufeinandertreffen siegten die „Roten“ in Grün mit 3:0. (Foto: Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images)


Das passierte vor dieser Saison

Das Team von Trainer Friedhelm Funkel konnte vor der Saison niemand so wirklich einschätzen. Die Fortuna hat in der vergangenen Saison mit letzter Kraft den Abstieg verhindern können, dabei gerade einmal 35 Punkte geholt. Angepeilt war von manch einem rheinischen Optimisten vor der Saison allerdings sogar der Aufstieg, stattdessen gab es über weite Strecken der Saison unansehnlichen Fußball und einen Last-Minute-Klassenerhalt durch einen 2:0-Sieg gegen Braunschweig am letzten Spieltag.

Vor allem die Ex-96er Karim Haggui, Didier Ya Konan und Christopher Avevor kamen überhaupt nicht mehr in Tritt, weshalb man sich vor der Saison von ihnen trennte, auch der Vertrag von Sergio Pinto lief aus. Zudem verlor das Team von Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel mit Kerem Demirbay (ging nach Hoffenheim), Sercan Sararer (zurück zu Greuther Fürth) und Joel Pohjanpalo (nach Leihe zurück zu Bayer Leverkusen) fast die gesamte Durchschlagskraft und Kreativität in der Offensive. Die Erwartungen waren gering – doch bislang läuft es überraschend gut bei der „Diva vom Rhein“.

So verlief die Saison bislang

Fortuna Düsseldorf steht in dieser Saison deutlich besser da, als man es vor der Saison erwartet hatte. Mit 16 Punkten hat das Team um Vorzeige-Kämpfer Axel Bellinghausen nur einen Punkt hinter den „Roten“ in der Tabelle und zeigte zuletzt sogar echte Offensiv-Qualitäten. Fünf der letzten Spiele konnten gewonnen werden, unter anderem gab es Achtungs-Erfolge gegen den VfB Stuttgart (1:0) oder sichere Siege wie gegen den VfL Bochum (3:0) und Arminia Bielefeld (4:0). Vor allem im heimischen Stadion ist die Fortuna eine Macht. Auswärts gab es hingegen erst zwei Siege: Einen zuletzt beim 3:1-Auswärtssieg bei 1860 München und einen weiteren in der ersten Runde des DFB Pokals beim ungefährdeten 3:0 in Rostock.

Das sind die Stärken im Team

Der Star ist das Team. Dieser Satz ist so alt wie wahr, wenn man auf die Fortuna blickt. Die großen herausstechenden Einzelkönner sind nicht mehr da. Statt auf Namen setzt die Fortuna vor allem auf eine gesunde Mischung aus Jung und Alt. Wichtige Eckpfeiler sind die alten Haudegen wie Alexander Madlung in der Abwehr, Oliver Fink in der Zentrale, Axel Bellinghausen über die Außenbahn oder Torhüter Michael Rensing. Sie werden unterstützt von jungen und hungrigen Spielern wie dem Ex-Bremer Özkan Yildirim, Eigengewächs Ihlas Bebou, Marcel Sobottka oder Robin Bormuth. Vorne sorgt Rouwen Hennings für die Tore.

Ein weiterer Pluspunkt ist Trainer Friedhelm Funkel. Seine Erfahrung bringt der Mannschaft die nötige Ruhe, kaum ein Trainer kennt die Zweite Liga so gut wie er. Zudem erklärt Funkel immer wieder, dass die Fortuna eine Herzensangelegenheit für ihn sei. Motivation, Identifikation und ein gutes Kollektiv sind es, was die Fortuna so gefährlich macht.

Hier liegen die Schwachpunkte

Wenn man den beliebten Eins-gegen-Eins-Vergleich wagen möchte, ist die Sache eindeutig. Hannover 96 hat die klar besseren Einzelspieler und den breiter aufgestellten Kader. Den älteren Spieler bei Fortuna fehlt es hin- und wieder an der Spritzigkeit, vor allem Innenverteidiger Alexander Madlung ist immer mal für einen Patzer gut. Heißsporn Axel Bellinghausen neigt auch im höheren Fußballalter noch dazu, in hitzigen Situationen etwas zu überdrehen.

Die jungen Spieler hingegen sind, das kennt man bei den „Roten“ ja auch gut, mitunter auch Leistungsschwankungen unterworfen. Sollte sich ein Spieler verletzen oder komplett außer Form sein, fehlen Friedhelm Funkel zudem die gleichwertigen Alternativen auf der Bank, um Ausfälle zu kompensieren. Hinzu kommt, dass die Fortuna gerne zu Hause spielt, in der Fremde aber mitunter orientierungslos wirkt. Hier sollten die „Roten“ anknüpfen und den Heimvorteil ausspielen.

So ist die Bilanz gegen Hannover 96

Im Pokal sind sich beide Mannschaften bislang noch nicht über den Weg gelaufen. In der Ersten und Zweiten Liga gab es das Duell zwischen Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf hingegen bereits 20 Mal. Die Bilanz ist aus Sicht der „Roten“ eher mäßig. Sechs eigenen Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber. Im heimischen Stadion blieben in vier Spielen die Punkte am Maschsee, fünf Mal ging man als Verlierer vom Feld.

An das letzte Aufeinandertreffen erinnert man sich in Düsseldorf allerdings umso weniger gerne. In Hannover verlor die Mannschaft des damaligen Trainers Norbert Meier mit 0:3 und stieg durch diese Niederlage am letzten Spieltag der Saison 2012/2013 direkt ab. Die „Roten“ unterdessen beendeten eine aus damaliger Sicht durchwachsene Saison auf dem neunten Rang.

96 sollte also angesichts der aktuellen Form und der Historie gewarnt sein – vorbereitet ist das Team von Daniel Stendel mit Sicherheit.

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