Der Gegner-Check! Das muss man über den VfB Stuttgart wissen


Hannover – Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass für Hannover 96 am Montagabend das Flutlicht angeht. Der Gegner ist niemand geringeres als Mit-Aufstiegs-Favorit VfB Stuttgart. Die Schwaben grüßen neuerdings von der Spitze, Hannover will dringend dranbleiben. Wir haben den Gegner in den Fokus genommen.

Simon Terodde und Kevin Großkreutz - zwei schillernde Namen beim VfB. (Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images)

Simon Terodde und Kevin Großkreutz – zwei schillernde Namen beim VfB. Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images


Das passierte vor dieser Saison

Ähnlich wie Hannover 96, gab auch der VfB Stuttgart nach dem bitteren Abstieg das Ziel sofortigen Wiederaufstieg aus. Von großen Namen wie Filip Kostic (für 15 Mio. zum HSV) oder Timo Werner (für 10 Mio. zu RB Leipzig) trennte man sich, dafür kamen unter anderem Benjamin Pavard (für 5 Mio. von Lille), Simon Terodde (für 3 Mio. aus Bochum) oder Carlos Mané (für 1,6 Mio. Leihgebür aus Lissabon, Kaufoption: 15 Mio. Euro).


So verlief die Saison bislang

Nach vier Spieltagen Spielen musste Trainer Jos Luhukay, dessen Name auch immer mal bei den „Roten“ in der Verlosung war, bereits seinen Trainerstuhl freimachen. Für den VfB hatte es hier bereits zwei Niederlagen gesetzt (1:2 gegen Heidenheim und 0:1 gegen Düsseldorf). Für ihn übernahm der bis dato vollkommen unbekannte Hannes Wolf von der Reserve des BVB. Doch seit er das Ruder übernommen hat, läuft es für den VfB. Die Mannschaft spielt enorm stark und liefert zudem die gewünschten Ergebnisse ab. Nicht zu Unrecht steht das Team derzeit als frischgebackener Tabellenführer an der Spitze der Tabelle.

Das sind die Stärken im Team

29 Tore gegen 29 Tore. Der VfB Stuttgart hat exakt so viele Tore geschossen, wie Hannover 96 auch – und damit den besten Sturm der Liga. Neuzugang Simon Terodde vom VfL Bochum ist voll eingeschlagen und bereits zehn Saisontore und eine Vorlage. Auch Torhüter Mitch Langerak zeigt, dass er deutlich mehr, als nur eine Nummer 2 – wie er es jahrelang beim BVB war – ist und ist ein starker Rückhalt. Kapitän und VfB-Urgestein Christian Gentner ist mit seinen 31 Jahren Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld der Schwaben und immer für einen Treffer gut – fünf davon sind es bereits.

Auch Neuzugang Carlos Mané überzeugt, seit er sein Debüt am 8. Spieltag geben durfte. Der Portugiese konnte in seinen acht Spielen ebenso viele Scorerpunkte sammeln. In der Abwehr hat sich der junge Timo Baumgartl stabilisiert und spielt eine sehr solide Runde.

 Hier liegen die Schwachpunkte

Der VfB Stuttgart hat seine Stärken klar in der Offensive – was hin- und wieder zulasten der Defensive geht. Marcin Kaminski und Benjamin Pavard haben sich noch nicht richtig eingespielt und wirken bei schnellem Angriffsspiel der Gegner mitunter etwas passiv.

Ex-Nationalspieler Kevin Großkreutz mag zwar ein schillernder Name am Neckar sein, von seinen eigenen Ansprüchen als Führungsspieler voran zu gehen, ist er allerdings meilenweit entfernt. Er hat bislang noch nicht überzeugen können. Gleiches gilt auch für Abwehrspieler Florian Klein, der zuletzt gegen Aue ebenso wie Großkreutz nur auf der Bank saß. Im Defensivbereich der Schwaben herrscht also noch viel Fluktuation und Verbesserungspotenzial.

Übrigens: Geht es nach den berühmten Spielernoten des Kicker, liegt der VfB Stuttgart nur auf Rang neun in der Tabelle – einen Platz vor den „Roten“.

So ist die Bilanz gegen Hannover 96

Anders als bei vielen Begegnungen, die die „Roten“ in dieser Saison als Premiere bestreiten durften, sind Aufeinandertreffen mit dem VfB ein alter Hut. Bereits zum 60. Mal stehen sich beide Teams am Montagabend gegenüber. Die bisherige Bilanz spricht leicht für den VfB. 21 Spiele gewann Hannover 96, 27 Partien gingen an die Schwaben und 11 Male trennte man sich Unentschieden.

Dass es – rein statistisch – nicht allzu viel zu holen gibt am Neckar (nur sieben von 30 Spielen konnte Hannover 96 gewinnen), störte die Mannschaft selbst in der Abstiegssaison nicht. Im vergangenen Jahr siegte Hannover unter Trainer Thomas Schaaf mit 2:1 beim VfB – durch einen Doppelpack von Christian Schulz. Wunder gibt es also immer wieder in Stuttgart – vielleicht ja auch am Montagabend…

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