Andre Hoffmann: „Ich passe aktuell nicht rein“


Hannover – Andre Hoffmann ist bei Hannover 96 aufs Abstellgleis geraten. Zuletzt schaffte er es nicht einmal mehr in den Kader der „Roten“.  Jetzt hat er sich ausführlich zu seiner aktuellen Situation und zu seiner Zukunft geäußert.

Auf dem Platz sucht man Andre Hoffmann in dieser Saison vergebens. (Foto: Nigel Treblin/Bongarts/Getty Images)

Auf dem Platz sucht man Andre Hoffmann in dieser Saison vergebens. (Foto: Nigel Treblin/Bongarts/Getty Images)


Keine Chance unter Stendel?

Als André Hoffmann 2013 vom MSV Duisburg zu Hannover 96 wechselte, galt er als großes Abwehrtalent. Der kantige Innenverteidiger sollte ein wichtiger Baustein für die Zukunft in der Abwehr der „Roten“ werden. Doch Hoffmann kommt unter Trainer Daniel Stendel gar nicht mehr zum Zug, obwohl er seit längerer Zeit schon fit ist. Mit der Bild hat er über seine aktuelle Situation gesprochen: „Jeder Trainer hat seine Ideen. Es deutet alles darauf hin, dass ich da aktuell nicht reinpasse. Dieses Gefühl wird mir aus meiner Sicht vermittelt, besonders am letzten Wochenende. Da fehlten Felipe und Strandberg und ich hatte fest mit einem Kader-Platz gerechnet. Ich war wieder nicht dabei, das ist für mich der klare Hinweis, dass nicht mit mir geplant wird.“


Der Frust bei Hoffmann sitzt spürbar tief. Verständlich für einen, der von der U16 bis zu U21 alle Nachwuchs-Nationalmannschaften des DFB durchlaufen hat. „Die Enttäuschung ist natürlich da, keine Frage. Es ist schwer, wenn man Woche für Woche nicht dabei ist. Und es ist ja auch klar, dass das auf Sicht kein Dauerzustand sein kann.“ Deswegen möchte Hoffmann alles daransetzen, in der Zukunft wieder auf dem Platz zu stehen – und zwar möglichst bei einem anderen Verein.

Lange Verletzungszeit

„Mein Berater arbeitet mit Hochdruck an einer guten Lösung. Wie die aussieht, weiß ich noch nicht, vielleicht in drei, vier Wochen“, erklärt Hoffmann. Es deutet also alles auf einen baldigen Abschied von Hoffmann, der das Kapitel Hannover 96 wohl nach drei Jahren bei den „Roten“ zuschlagen muss.

Aus seiner Sicht wäre das eigentlich nicht nötig, denn nach eigener Aussage bedeutet ihm Hannover sehr viel: „Ich bin gerne in Hannover und bei 96. Ich weiß auch zu schätzen, wie mich der Verein unterstützt hat, als ich so schwer verletzt war. Dafür bin ich dankbar und würde gerne etwas zurückgeben. Aber das kann ich nur auf dem Platz.“

Das Thema Verletzung hat ihn offenbar tatsächlich aus dem engeren Kreis der Mannschaft geworfen. Nachdem sich Hoffmann vor rund einem Jahr langsam aber sicher nach seinem Kreuzbandriss vom Juni 2014 und anschließenden Patellasehnenproblemen erholt hatte, schaffte er es unter Thomas Schaaf zu Beginn der Rückrunde wieder zu seinem Stammplatz. „Das war ein gutes Gefühl. Leider hatten wir da mit der Mannschaft keinen Erfolg“, sagt Hoffmann heute. Eine Sehnenreizung ließ ihn anschließend die Vorbereitung auf die aktuelle Saison verpassen – der Anfang vom Ende?

Für Andre Hoffmann sieht es derzeit so aus: „Ich bin gerne in Hannover und bei 96. Ich weiß auch zu schätzen, wie mich der Verein unterstützt hat, als ich so schwer verletzt war. Dafür bin ich dankbar und würde gerne etwas zurückgeben. Aber das kann ich nur auf dem Platz.“ Recht hat er.

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Ein Gedanke zu “Andre Hoffmann: „Ich passe aktuell nicht rein“

  • Chansen

    Ich find richtig schade, dass Hoffmann nicht zum Zuge kommt. Ich kann natürlich nicht seine Trainingsleistungen bewerten. Dass er höchstes Potenzial hat, hat er hinlänglich bewiesen. Top Zweikämpfer und zudem noch sehr torgefährlich. Habe schon ein wenig die Vermutung, dass da andere Dinge als Sportliche ne große Rolle spielen. Für mich sehr schade, dass 96 das Potenzial scheinbar nicht nutzen will. Ich erwarte, dass Hoffmann dort, wo er künftig spielen wird, sehr schnell zum Leistungsträger wird und wir uns dann mal wieder in den Allerwertesteb beissen, weil wir uns wieder einmal selbst ins Knie geschossen haben….