96-Trainer Stendel sieht das große Ganze


Hannover – Trainer Daniel Stendel hat eine klare Mission: Der sofortige Wiederaufstieg soll her. Vor dem Spiel gegen St. Pauli hält Klubchef Martin Kind den Druck hoch. Angesprochen auf die ungewöhnliche Anstosszeit kontert er: „Ist ja nur für ein Jahr!“ Sein Trainer nimmt den Druck an. Nach dem Spiel gegen die Kiezkicker stellt er sich den Fragen der Journalisten. Dabei sieht er nicht den Einzelnen, sondern die gesamte Mannschaft als Garant für den Erfolg. TheWalking Red fasst das Gespräch zusammen.

Derzeit hat Trainer Daniel Stendel allen Grund zu jubeln. Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images

Derzeit hat Trainer Daniel Stendel allen Grund zu jubeln. Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images

Herr Stendel, vor dem 1:0 stand Niclas Füllkrug schon zur Einwechslung für Kenan Karaman (Schütze des ersten Tores, Anm. d. Red.) bereit. Warum haben Sie den Freistoß noch abgewartet?

Ich habe natürlich genau gewusst, dass er nochmal kommt. (lacht) Nein, wir wollten die Situation noch abwarten. Glückliches Händchen, dass wir gewartet haben.

Wie beurteilen sie die Leistung Karamans auf das gesamte Spiel gesehen?

Es gibt eine Konkurrenzsituation, die er im Moment für sich entschieden hat. Er hat den Anspruch an sich selbst, gute Leistungen zu bringen. In den letzten drei Spielen ist er sehr positiv aufgetreten. Es freut mich natürlich, wenn er sich am Ende belohnt belohnt. Ebenso freut es mich aber, dass ein Martin Harnik, ein Füllkrug und ein Basti Maier reinkommen und sofort Akzente setzen. Gerade in Bezug auf die Mentalität war das ein positives Signal.

Kann man das auch über Felix Klaus sagen?

Felix zeigt das schon seit Beginn der Serie. Er hat eine absolut positive Entwicklung genommen. Er setzt für uns in der Offensive ständig Akzente und ist auch gegen den Ball sehr aktiv. Es war aber von allen insgesamt sehr positiv. 

Haben Sie Angst, dass sich kommende Gegner immer besser auf Ihre Standardvarianten vorbereiten?

Wie wir uns auf Gegner vorbereiten gehe ich davon aus, dass sich auch die Gegner auf uns vorbereiten. Aber, auch wenn man es weiß, muss man es erstmal verteidigen können. 

Wie wichtig ist es vielleicht auch, die Ersatzspieler bei Laune zu halten? Es ist ja ein wenig Ihre Marschroute, die erfolgreiche erste Elf nicht zu verändern.

Insgesamt liefern die Spieler die reinkommen Argumente dafür, dass sie auch in der ersten Elf stehen können. Und das würde ich auch nicht ausschließen. Wichtig ist, dass man im Training Gas gibt. Und dann in den Minuten, in denen man auf Platz ist auch zeigt, dass mehr möglich ist. Und, dass sich keiner in der ersten Elf ausruht. Für mich ist das eine sehr positive Situation.

Die Länderspielpause kommt jetzt eigentlich ziemlich ungelegen, oder?

Wir nehmen es so, wie es kommt. Wir genießen jetzt den Moment, aber dann geht es ab Dienstag auch wieder in die Vorbereitung auf Union. Wie eben schon gesagt: Es ist wichtig, dass man nicht das Gefühl hat, man könnte sich auf etwas ausruhen, oder zurücklehnen. Wir müssen jede Woche, jedes Spiel, bei Null anfangen. 

Vielen Dank für das Gespräch.

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