96 soll nur volle Pulle kennen


Hannover – Hannover 96 will mit aller Macht zurück in die Bundesliga. Das werden die Verantwortlichen nicht müde zu betonen. Dabei sucht der Bundesliga-Absteiger sein Glück in der Offensive.

Greift zur großen Taktikschule? 96-Trainer Daniel Stendel. Foto: Nigel Treblin/Bongarts/Getty Images

Greift zur großen Taktikschule? 96-Trainer Daniel Stendel. Foto: Nigel Treblin/Bongarts/Getty Images

Offensive als Prunkstück

Schon in der Vorbereitung wurde deutlich, wohin der Weg von 96 gehen soll. Trainer Daniel Stendel ließ sein Team von Anfang an hoch verteidigen und sehr offensiv ausgerichtet agieren. Sebastian Maier, Niclas Füllkrug und Martin Harnik bedeuteten neue, große Qualität für die Abteilung Attacke des Kaders. Mit acht Toren aus drei Spielen, stellte Hannover die zweitbeste Offensive der 2. Bundesliga. Nur die schwache Chancenverwertung in Bochum verhinderte hier den Spitzenplatz. „Die Mannschaft will, ich will, wir wollen gewinnen und nach vorne spielen“, erklärte der 96-Coach im Gespräch mit der Zeitung Neue Presse.

Chancen für die Gegner 

Die Kehrseite der Medaille ließ sich beim Betrachten der Defensive erkennen. Auch wenn Hannover mit nur zwei Gegentoren die an Zahlen gemessen beste Abwehr der 2. Bundesliga stellt, verdankte man das größtenteils der guten Leistungen seines Torwarts. In Kaiserslautern und gegen Fürth hielt Philipp Tschauner mit zwei Glanzparaden sein Team in der jeweiligen Partie. Samuel Sahin-Radlinger kassierte gegen Regionalligist Kickers Offenbach gar zwei Tore. In Bochum war Tschauner gleich mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens und vereitelte dabei mehrere Großchancen des Gegners. Für den Trainer nur logische Konsequenz: „Es ist leider so, dass es auch Chancen für den Gegner gibt. Aber so wollen wir spielen und erfolgreich sein.“

Neue Defensivausrichtung?

Der Fokus lag besonders auf den Außenverteidigern. Oliver Sorg schien seine Probleme mit der offensiveren Ausrichtung zu haben. Ebenso erging es Edgar Prib in Offenbach. Stefan Strandberg, der neue Innenverteidiger, könnte hier eine ungeahnte Möglichkeit bieten: Statt einen aus dem Trio Salif Sane, Waldemar Anton und Stefan Strandberg auf die Bank zu setzen, könnte 96 mit Dreierkette spielen. In der Vorbereitung sah das gegen in Wunstorf nicht sonderlich gut aus. Doch mit der gewonnen Qualität durch die Verpflichtung des norwegischen Nationalspielers, könnte das Experiment wieder aufgelebt werden und zweifache Wirkung entfachen: Das Spiel der Niedersachsen würde wohl noch offensiver ausgerichtet sein und die Defensive dabei womöglich ebenfalls verstärkt werden. Eins steht jedenfalls fest: Für Daniel Stendel erhöht sich die Anzahl der verfügbaren Optionen.

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