96-Coach Stendel sieht Kollektiv als Garant für Erfolg


Hannover  – Daniel Stendel beweist eine klare Linie. Dem Erfolg des Teams ordnet der 96-Trainer alles unter. Dabei zeigt er Mut und gleichzeitig Charakterstärke.

Ärgerte sich über die ersten 20 Minuten: Trainer Daniel Stendel. Foto: Andreas Schlichter/Bongarts/Getty Images

Hat ein klares Ziel vor Augen: Trainer Daniel Stendel. Foto: Andreas Schlichter/Bongarts/Getty Images

Unliebsame Entscheidung

Im Heimspiel gegen Greuther Fürth wechselte der Trainer Salif Sane im Laufe der zweiten Halbzeit aus. Auf dem Bieberer Berg setzte er seinen vermeintlichen Superstar auf die Bank und ließ Fynn Arkenberg innen verteidigen. „Fynn war für mich heute die sportlich bessere Entscheidung“, erklärte Stendel den Journalisten in Offenbach.

Wer nicht mitzieht bleibt draußen

Teamgeist ist dem 42-Jährigen sehr wichtig. Eine intakte Gemeinschaft steht bei ihm über allen anderen Dingen. Egoismus wird nicht geduldet. Die Mannschaft soll im Kollektiv stark sein. Fürth und Offenbach haben eine Sache gezeigt: Wer nicht bedingungslos mitzieht, bleibt draußen. Dabei macht der Coach auch nicht vor vermeintlich großen Namen halt. „Dass die Situation für den Spieler und für uns nicht einfach ist, ist ja klar, dazu geht zu viel durch die Medien“, ließ Stendel in Bezug auf Sane wissen. Heißt im Umkehrschluss: Ablenkungen gilt es zu vermeiden. Gelingt das nicht, hat das Konsequenzen.

Charakterstärke als starkes Pfund

Damit setzt der 96-Trainer ein starkes Signal. Das Team ist der Star. Alle sind gleich wichtig. Ein Coach, der das Risiko nicht scheut, kann seinen Spielern auch vermitteln, Dinge zu wagen, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Das Pokalspiel gegen den OFC zeigt noch etwas: Stendel ist kein Prinzipienreiter. Er kann über seinen Schatten springen. Als Waldemar Anton nach seiner Roten Karte zum duschen geschickt wurde, kam Sane doch zu seinem Einsatz. Dem Erfolg des Teams wurde alles untergeordnet. Das beweist Charakterstärke.

Unterschied im Kampf um den Aufstieg 

Der42-Jährige  ging nach dem Schlusspfiff noch weiter. Er lobte Sane für seine Leistung und dafür, die Verantwortung vor dem Elfmeter in der 120. Minute übernommen zu haben. Er zeigte sich „auch froh, dass Salif da war, als wir ihn brauchten“. Hannover 96 kann sich freuen: Ein Trainer, der sich selbst ebenfalls dem Kollektiv unterordnet und falsche Entscheidungen zu erkennen und korrigieren in der Lage ist, kann den Unterschied im Kampf um den Wiederaufstieg ausmachen.

 

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