3:2! Die Erkenntnisse zum Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim


Hannover – Hannover 96 hat einen Big-Point-Sieg errungen und den 1. FC Heidenheim mit 3:2 geschlagen. Dabei waren es vor allem die unbändige Kampfkraft und die individuelle Klasse der „Roten“, die für die drei Punkte sorgten. Wir haben die Erkenntnisse gesammelt.

Niclas Füllkrug hat schon wieder für die "Roten" getroffen (Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images)

Niclas Füllkrug hat schon wieder für die „Roten“ getroffen (Foto: Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images)


Kampf, Moral – und Noah

Direkt nach 50 Sekunden der Partie stockte den Fans der Atem. Heidenheims Ben Halloran rannte allein aufs Tor zu und zog auf das lange Eck ab, anstatt auf den freistehenden Marc Schnatterer abzuspielen. Tief durchatmen hieß es erst einmal. Direkt nach dieser Szene gestaltete sich das Spiel aber so, wie es vorher zu erwarten war. Hannover 96 gab den Ton an und bestimmte das Tempo, Heidenheim kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Bis zum Strafraum sah das auch gefällig aus, doch richtig zwingend wurde das Spiel nicht.

In Minute 33 dann ein Schockmoment, nachdem Sarenren Bazee in einem fairen Zweikampf in Heidenheims Keeper Müller hineingerauscht war. Der Keeper wurde minutenlang behandelt und musste anschließend mit einer klaffenden Wunde am Hals vom Platz getragen werden. Kurz darauf kam es noch dicker, denn wie aus dem Nichts ging Heidenheim mit 1:0 in Führung – die Defensive der „Roten“ hatte dabei kollektiv gepennt. Die Antwort von Sarenren Bazee und Harnik in Koproduktion in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ nicht lange auf sich warten – sein erste Profitor.

In der zweiten Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild – und prompt ging Heidenheim durch ein Eigentor von Waldemar Anton mit 2:1 in Führung. Sonderlich viel dafür konnte der Nachwuchsspieler allerdings nicht, Philipp Tschauer hatte ihn angefaustet. Doch die „Roten“ zeigten – wie so oft in dieser Saison – Moral und drehten binnen zehn Minuten das Spiel auf 3:2 – vor allem dank dem aufdrehenden Sarenren Bazee und dem einwechselten Füllkrug.

Was gut war

Die Moral der Mannschaft ist in Takt. Nach den Rückständen kam man jeweils schnell wieder ins Spiel zurück und ließ sich nicht hängen. Der Mut von Daniel Stendel, Niklas Füllkrug früh zu bringen, zahlte sich aus – der Knipser traf nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung. Auch Noah Joel Sarenren Bazee kam nach seiner ersten gelungenen Aktion, dem Tor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, minütlich besser ins Spiel und belohnte sich am Ende selbst.

Insgesamt war Hannover 96 zu jeder Zeit Herr der Lage im Mittelfeld und gewann die meisten wichtigen Zweikämpfe. Man ist in diesem Punkt so richtig angekommen in der Zweiten Liga.

Was schlecht war

Hannover 96 hat sich vor allem in ersten Durchgang zu wenig zwingende Torchancen erspielt und sich von Heidenheim streckenweise einlullen lassen – mit dem Gegentor als Quittung. Nicht das erste Mal in dieser Saison, dass man sich im Laufe der Spielzeit dem Niveau des Gegners anpasst, statt ihm das eigene schnelle Spiel aufzuzwingen.

Bei beiden Gegentoren sah die Defensive der Roten unglücklich aus. Beim 1:0 für Heidenheim schaltete man kollektiv ab und spekulierte auf Abseits, beim 2:1 waren sich Tschauner und Anton uneins und legten sich das Ei selbst ins Nest.

Wie es jetzt weitergeht

Auf Hannover 96 warten vor der Winterpause noch zwei Spiele. Am kommenden Montag wartet der VfB Stuttgart, ehe es eine Woche später zum Jahresausklang gegen den SV Sandhausen geht. Baden-Württemberg-Wochen also für die Roten.

Zahlen, Daten und Fakten zum Spiel

Hannover 96: Tschauner – Sorg, Anton, Sané, Albornoz – Schmiedebach, Bakalorz – Sarenren Bazee (84.Fossum), Prib (65. Füllkrug) – Harnik (90.+2 Huth), Karaman

1. FC Heidenheim: K. Müller (38. Schnitzler) – Strauß (76. Morabit), Wittek, Beermann, Feick – Griesbeck, Titsch-Rivero – Skarke, Schnatterer – Halloran (71. Thomalla), Verhoek

Tore: 0:1 Verhoek (42), 1:1 Harnik (45.+1), 2:1 Anton (Eigentor, 60.), 2:2 Füllkrug (68.), Sarenren Bazee (70.)

Gelbe Karten: Titsch-Rivero, Griesbeck

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen)

Zuschauer: 28.500

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